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Emiras DS

Hermès d'Authieux AA

Fuchs, Bl.bis zw.Nüst., l.Vbln, r.Vkr.u.Bln, l.Hkr.u.Bln,r.Hfsl. w.
geb. 10.04.1988

Maße in cm:

  Stockmaß Brustumfang Röhre
2½ jährig
volljährig 167 194 20.5


Züchter:
Gestüt Nemunas, Litauen
Aufzüchter:
Gestüt Nemunas, Litauen

Gekört 21.1.1996 Alsfeld (Stutenbegrenzung)
www.emirasds.de

Pedigree

Gret (ex Goelro), F. 1971 Etjud, R. 1955 Eingard, Df. 1941 Pilger
Einzahl
Hartija, B. 1950 Hitrez
Karta
Gretschicha, F. 1955 Guido, F. 1937 Pythagoras
Gudrun
Chvoja, F. 1947 Hassgesang
Gondel
Emka, F. 1975 Paket, F. 1960 Pomeranets ox, F. 1952 Priboj ox
Mammona ox
Emblema I, Db. 1948 Eifel
Hohotunija
Emocija, B. 1966 Ostrjak, Db. 1955 Ossian
Sportfreude
Ernessa, Df. 1955 Eingard
Samscha

Hengstlinie des Pilger, Stutenfamilie der O369Prosa (Gestüt Kirow)

Eigentümer

seit 1995: Hengsthaltergemeinschaft Emiras DS

Stationierung

1992-1995: Deckeinsatz in Russland
1996-1999: Pb. Zuchthof Delmetal (Dr. Schmitz) - Prinzhöfte Nds.NW
2000-2003: LH Trakehnergestüt Grigoleit - Bahren NBL/Sachsen
2004-2006: Pb. Zuchthof Delmetal (Dr. Schmitz) - Prinzhöfte Nds.NW
seit 2007: Pb. Döhlen (Holger Bührmann)

Eigenleistungen

Hengstleistungsprüfung 1995 Marbach

Charakter: 10,00 (8,86) Schritt: TL 7,00 Ko 4,75
Temperament: 9,00 (8,18) Trab: TL 6,00 Ko 6,25
Leistungsbereitschaft: 9,00 (7,75) Galopp: TL 8,00 Ko 7,50
Leistungsfähigkeit: 9,00 (8,07) Springanlage: TL 9,00 FR 8,50 Ko 5,75/7,75
Rittigkeit: TL 9,00 FR 7,50 Geländeprüfung: S 7,00/G 8,25 Jagdg. 68,00
Rittigkeitsindex: 117,83 (6.) Springindex: 121,72 (3.)
Gesamtindex: 123,32 (4./30) Leistungsklasse:

Turniersporterfolge:
In Russland in Springprüfungen bis S, in Deutschland in Vielseitigkeitsprüfungen bis L und Springprüfungen bis M/B


Nachzucht

Exterieur nicht gelistet, da erforderliche Mindestanzahl von 10 beim Trakehner Verband eingetragenen Töchtern nicht erfüllt.
Gekörte Söhne (4): Held (RUS), Gerold (RUS), Febo (RUS), Hellin (RUS)
Töchter (8): Fevrol (RUS), Denisa (RUS), Hakne (RUS), u.a.

Nachkommen im Sport:
Eingetragene Turnierpferde: 10
davon mit Platzierungen: 4 (in 2006)
davon in Klasse M. und S.:

Emiras

Zu den bewährtesten Passerpaarungen der russischen Trakehnerzucht zählen die Kombinationen Pilger x Pythagoras und Pilger x arabisches Blut, bevorzugt Pomeranets – Priboj als erwiesene Leistungsvererber. Der im renommierten litauischen Gestüt Nemunas gezogene Emiras DS kann in seinem Pedigree beides bieten – und empfiehlt sich noch dazu mit überaus korrektem Fundament und herausragender Eigenleistung als Vererber der Sonderklasse.

Dass der Fuchs nicht nur Leistungsfähigkeit, sondern auch Leistungswillen mitbringt, bewies er in seinem Leben zur Genüge. Zweijährig wurde er in Litauen zur Zucht zugelassen, legte seine Leistungsprüfung als 5. von 21 Hengsten in guter Manier ab. Er zählte zu Anfang nicht zu den beliebtesten Hengsten und ging deshalb bald ans Gestüt Nedelnoe. Dort bewies er sich einige Jahre lang unter Amir Ahmetschin in Springprüfungen mit Erfolgen, die etwa der deutschen Klasse M entsprechen. Mit seiner überzeugenden Arbeitseinstellung, seinem Eifer und seinem athletischen, ästhetischen Springstil machte er die Schwachpunkte seines Exterieurs und seine alles andere als brillante Trabmanier rasch vergessen.

1995 begegnete er schließlich Roland A. Schmitz, promovierter Politikwissenschaftler aus der Nähe von Bremen, der sich seit der Olympiade in Berlin 1936 dem Trakehner Pferd verschrieben hat. Es war die viel strapazierte Liebe auf den ersten Blick – und Emiras trat die Reise nach Deutschland an. Bereits im Herbst legte der Hengst – nunmehr 7-jährig – seine für den Zuchteinsatz in Deutschland vorgeschriebene Hengstleistungsprüfung in Marbach ab. Er punktete mit Spitzennoten in Charakter, Temperament und Leistungsbereitschaft – Eigenschaften, die eben ein gutes Sportpferd ausmachen.

Bei der Frühjahrskörung 1996 in Alsfeld – wo er u.a. zusammen mit Rastenberg, Lambrusco und Kanudos xx vor der Körkommission erschien – erhielt er das positive Urteil und wurde zunächst für 20 Stuten zur Zucht zugelassen. Das Urteil des Zuchtleiters: „Der in Litauen nach besten Linien gezogene und in der russischen Trakehnerzucht bereits erfolgreich eingesetzte Emiras empfahl sich durch ein klar überdurchschnittliches Ergebnis im 100-Tage-Test. Guter Reitpferdetyp mit ebenmäßigem Körperbau, wobei er in Halsung und Sattellage großzügiger sein könnte. Sehr korrekt im Fundament, geregelt im Bewegungsablauf und beachtliches Springvermögen.“

Auch in Deutschland errang der Hengst, den alle seine Reiter – und übrigens auch Pfleger – wegen seines freundlichen Wesens, seiner stets guten Laune und leichten Handhabbarkeit sehr schätzten, viele Erfolge in Springprüfungen bis zur Klasse M/B und in Vielseitigkeits¬prüfungen bis zur Klasse L. Immerhin 2.379 € in Prüfungen in Deutschland stehen auf dem Gewinnkonto des Fuchses.

Emiras’ Pedigree ist – wie das so vieler russischer Trakehner – geprägt durch das frühe Auftreten großer Vererberlegenden; der noch in Trakehnen gezogene Guido etwa findet sich bereits in 3. Generation, in der 4. Generation stammen außer Samscha sämtliche Pferde noch aus dem Hauptgestüt bzw. der ostpreußischen Privatzucht. Auf den Pilger-Sohn Eingard (Einhard) – auch er noch vor Kriegsende geboren – ist Emiras in 3./4. Ahnenreihe ingezogen, zudem tritt Pilger als Großvater von Ostrjak nochmals in 5. Ahnenreihe auf. Pythagoras, Pilgers vorzüglicher Passer, begegnet uns im 5-Generationen-Pedigree gleich vier Mal. Mit dem Olympioniken Paket, dem Elitehengst Ostrjak und dem Totilas-Bruder Eifel „strotzt“ das Pedigree geradezu vor Leistungsblut.

Vollblut führt Emiras nur über arabische Elemente – hier hat sich der legendäre Pomeranets ox verwirklicht. Und so wundert es nicht, dass Betty Finke anlässlich der Kommentierung zur Körung Emiras als „etwas schlichter im Typ trotz des schon fast traditionellen arabischen Elementes über Priboj – Pomeranets“ beschrieb. Ebenso wenig nimmt es Wunder, dass die besten Zuchtergebnisse mit Emiras aus viel Blut führenden Stuten stammen. Ganz besonders gut passten bisher Töchter des Fokus zu Emiras. Der 1963 geborene braune Fokus ist ein Sohn des Vollblüters Fidelio xx (v. Ferro/Oleander) aus einer Tochter der Abendglocke, die wiederum die ein Jahr ältere Halbschwester des Abglanz vom Lowelas ox war.


DER VATER
Der „feine Fuchs“ Gret, 1971 im russischen Gestüt Starozhilov geboren, ging zweijährig in die Hände von Ninel und Vitaly Dorofeev ins Gestüt Ryazan. Mit seinem korrekten und soliden Fundament, seiner Härte, Intelligenz und Reaktion sowie mit seinem herrlichen Galopp bot er sich für die Springausbildung geradezu an. In sechs Jahren ritten Vitaly Dorofeev und seine Töchter Tatyana und Anna den Hengst zu zahlreichen Erfolgen in Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen. Dabei fiel er immer durch gute Technik und viel Kraft auf. „Er sprang vorsichtig und benutzte seine Hinterbeine mit Bedacht“, umschreibt Tatyana Dorofeeva das Talent, das sich bei den meisten Gret-Kindern wieder findet.

Grets Vater Etjud war ein Sohn des noch deutsch gezogenen Einhard (Eingard) und einer Hitrez/Creon-Stute. Einhard entstammte der später zum „russischen Geheimrezept“ gewordenen Passerpaarung Pilger x Pythagoras; Hitrez war ein Sohn des Lateran-Vaters Helikon und der Tropenwald-Großmutter Tropenzone; Creon schließlich ist über Goldregen der Großvater der Beschälerlegende Komet. Etjud wird als „ansehnlicher schwarzer Hengst mit tiefem Rumpf, sehr gutem Hals und typvollem, kleinen und ausdrucksstarken Kopf“ beschrieben, durch den er seinem Großvater Pilger sehr ähnlich sah. Etjud zeigte im Sporteinsatz enorme Springveranlagung, hinterließ in begrenzter Zuchtverwendung zwei Söhne (Gret und Siluett II) und einige interessante Töchter.

Pervaja a.d. Pachra v. Hochot wurde Mutter des Zuchthengstes Hrom v. Holl. Eola a.d. Orgija v. Gluchar brachte den Zuchthengst Ferro v. Fokus und das Springpferd Harper v. Holl. Volga a.d. Volschanka v. Welt, im litauischen Gestüt Nemunas eingesetzt, brachte den auch in Deutschland anerkannten Verdenas v. Holl und Veimaras v. Portas, hierzulande bekannt geworden als Vater des Springpferdes Horalas.

Grets väterlichen Halbbruder Siluett II a.d. Skaska v. Sever haben die Züchter in Ryazan und Dowator wohl unterschätzt, unter seinen nur 19 Fohlen ragen das gute Springpferd Pirs, die Vielseitigkeitsstute Tissa, der Beschäler Vest – und für deutsche Züchter die Stute Hamsa als Mutter des Hapun hervor. Hapun ist der Vater des bis zur höchsten Dressurklasse unter Verena Maria Hinze erfolgreichen und im Januar 2007 gekörten Eufratas.

Grets Mutter Gretschicha war eine Tochter des noch in Trakehnen geborenen hellen Fuchses Guido v. Pythagoras u.d. Gudrun v. Tempelhüter. Ihre Mutter Chvoja v. Hassgesang u.d. Gondel v. Sporn hieß zunächst Goldkind und brachte neben Gretschicha noch deren Vollbruder Gluchar. Gretschichas Blutbild ist durch eine Inzucht in 2./4. Generation auf Pythagoras, eine Linienzucht und 3./5./5. Ahnenreihe auf dessen Vater Dampfross und schließlich eine weitere Linienzucht in 3./4./5. Generation auf Tempelhüter gefestigt.
Neun Fohlen brachte Gretschicha in der Zucht, darunter neben Gret noch den Rapphengst Galop v. Pompej, der zunächst in der Vielseitigkeit Karriere machte und dann Hauptbeschäler in Dowator war.

Gret machte sich zunächst in der Zucht einen Namen als „Damenschneider“. Praga a.d. Plastinka v. August xx/Piligrim brachte fünf Zuchtstuten sowie die Hengste Park v. Rafael, der in die USA ging, und Provod v. Vichr. Poinga aus derselben Mutter brachte den Hengst Plafon v. Fazon xx. Dorota a.d. Donata v. Abris xx wurde Mutter des Dublinas v. Verdenas, der nach zwei Zuchtjahren in Nemunas als Dressurpferd nach Dänemark ging. Hipogeja a.d. Hermina v. Hromogen machte sich unsterblich als Mutter des Horalas v. Veimaras. Der war schon mit sieben Jahren Litauischer Springmeister, ging 2002 in die USA und ist dort nicht nur gekört, sondern wird von Hap Hansen erfolgreich im Springsport vorgestellt.

Einige Gret-Söhne wurden auch züchterisch genutzt – Gregor a.d. Geografija xx v. Faktotum xx nach Erfolgen im Springsport sehr wenig. Otello stammt schon aus Grets Zeit im litauischen Gestüt Nemunas, wo er von 1982 bis 1989 deckte. Otello a.d. Organika v. Arachis II ging Dressur bis S, Hamanas a.d. Habanera v. Hromogen war für Litauen und Norwegen erfolgreich im Springsport. Elektronas a.d. Elektra v. Homeras ging nach einer Springkarriere und zwei gekörten Söhnen in Litauen nach Deutschland.

Zwischen 1990 und 1992 zeugte Gret in seiner „alten Heimat“, im Gestüt Ryazan, den in Kaliningrad züchterisch genutzten Ogon a.d. Opara v. Paket sowie die allesamt aus Eol-Töchtern gezogenen Söhne Vagram (mit späteren Dressurerfolgen), Organ (Springpferd), Horgen (Vielseitigkeit) und Pingvin, der mit Tatyana Dorofeeva Dressur bis Grand Prix ging und später an Ulrich Kasselmann verkauft wurde.

Seinen Lebensabend verbrachte Gret, der mit 27 Jahren starb, in einem litauischen Privatgestüt, wo er nochmals Vater von zwei viel beachteten Hengsten wurde: Valetas a.d. Vilbara v. Heres und Hamletas a.d. Hekata v. Verdanas gingen 2001 im belgischen Lanaken bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde an den Start.


DIE MUTTER
Das Gestüt Nemunas in Litauen hatte nicht nur von 1982 bis 1989 den in Russland gezogenen Hengst Gret als Hauptbeschäler im Einsatz, die Gestütsleitung hatte auch 1979 im russischen Gestüt Kirow die Fuchsstute Emka angekauft. Und das aus gutem Grund! Emka stammte von Paket, der mit Abstammung, Eigenleistung und Nachzucht zu den ganz großen Legenden der russischen Trakehnerzucht gerechnet werden darf.

Zunächst einmal stammt Paket von Pomeranets ox, dessen Verdienste in der Araber- und Trakehnerzucht Russlands kaum mehr zu messen sind. Der Araberchampion von 1955 und 1956 begegnet uns fast in jedem russischen Pedigree – beispielgebend seien hier mit Hockey, Vychlop, eben Paket und den Elitestuten Monopolia, Tropika und Epika nur seine berühmtesten direkten Kinder genannt. Zudem hat Paket mit Emblema I vom Totilas-Vollbruder Eifel und einer Hyperion-Tochter eine hochverdiente Mutter, die auch Pakets Vollschwester Epika fohlte, die Mutter des Espadron, der bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau Gold in der Springmannschaft und Silber in der Einzelwertung holte.

Dann ist Paket selbst hocherfolgreich im Vielseitigkeitssport gestartet. Das UdSSR-Championat war nur eine Stufe auf der Leiter – seine Glanzleistung brachte Paket bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko. Nach Dressur und Gelände unangefochten in Führung liegend, vermasselte ein Fehler seines Reiters Pavel Deev (aufgrund dessen das Paar ausschied) die sichere Einzel-Goldmedaille. Als Hauptbeschäler in Kirow gab Paket seinen Kindern Intelligenz, Geschicklichkeit und Leistungsbereitschaft mit.

Emkas Mutter Emocija ließ mit einem Pedigree aufhorchen, in dem sich Pilger und Pythagoras erneut die Hand reichten. Die schlichte Braune war eine Tochter des Ostrjak, vor allem deutschen Trakehnerzüchtern als Vater von Egoist bekannt, der drei Jahre als Pachthengst in Kölsa wirkte und u.a. mit Achtsame die Mutter des hochklassigen Springpferdes Allenstein und des Nachwuchs-Springpferdes Austerlitz sowie das unter der mittlerweile in Bayern ansässigen Irin Judy Reynolds bis zur WM erfolgreiche Dressurpferd Rathbawn Valet zeugte.

Für Kirow gilt der Elitehengst Ostrjak v. Ossian (v. Pilger) u.d. Sportfreude v. Pythagoras als Linienbegründer. Mütterlicherseits war Ostrjak nah verwandt zu Sporn – dem Vollbruder der Sportfreude –, auf der Vaterseite steht mit Pilger ein Hengst, der im Hauptgestüt Trakehnen eine Ausnahmestellung als Lieferant sporterfolgreicher Pferde einnahm. In jungen Jahren bewährte Ostrjak sich in 17 Rennen, von denen er drei gewann und in zehn weiteren hoch platziert war. Bis zum Alter von neun Jahren wurde Ostrjak in Springprüfungen gezeigt, anschließend ging er in seine Zuchtstätte zurück, um seine wertvollen Gene weiterzugeben. Unter seinen Söhnen haben der erwähnte Egoist, Eol – als Großvater von Biotop, Heops und Verdenas derzeit in aller Munde – und der Olympionike Topki Weltgeltung erlangt.

Emkas Großmutter Ernessa, Hauptexponentin der über die Sund-Tochter Samscha auf die ostpreußische Stute und Kirower Familienbegründerin Prosa zurückgehenden Familie, schließt über ihren Vater Einhard (Eingard) den Kreis zu Emiras’ Vaterseite.

Emocijas Tochter Ekspansija v. Paks, ebenfalls in Nemunas in Litauen eingesetzt, ist u.a. Mutter der Esmeralda, die uns hier in Deutschland als Mutter des gekörten Dressurhengstes Eufratas begegnet. Emocijas Tochter Elegija v. Ech-Ma brachte den Zuchthengst Effekt v. Falstaff und ging später zu Emiras’ Besitzer Dr. Schmitz nach Deutschland.

Emka brachte insgesamt 13 Fohlen, davon sechs Stuten. Drei Töchter teilten sich den Platz ihrer Mutter in der Zucht. Emkas Tochter Eldija v. Hromogen ist u.a. Mutter der Espanola v. Heopsas, deren Tochter Erotika v. Hameleon unter dem Namen Eterra-Nox ein erstklassiges Sportpferd wurde. Emkas Tochter Ellada v. Privet ist Mutter des Esopas v. Heopsas. Der Wallach ist europäischen Reitsportbeobachtern eher unter dem Namen Traxdata Mulligan bekannt, als der er unter dem irischen Reiter Peter Charles viele Erfolge in Springprüfungen erzielte. Emkas Tochter Empirika v. Holl wurde Mutter des gekörten Ekspressas v. Volteras, der die Hauptbeschälerfunktion im Gestüt Nemunas inne hatte.


NACHZUCHT
Emiras hat bisher nicht viele Fohlen und noch weniger in der Trakehner Reinzucht. Seine ersten drei Deckeinsatzjahre verbrachte er in Russland, wo bei durchschnittlich 74% Trächtigkeitsquote insgesamt 24 Fohlen fielen, darunter die züchterisch genutzten Töchter Fevrol a.d. Fuchtel v. Fokus, Denisa a.d. Donata v. Abris xx und Hakne a.d. Hetera v. Gaziz xx sowie die Hengste Herold, Held, Hejs, Hellin, Febo und Fen. Herold und Held starben früh, Hejs a.d. Himeneja v. Privet deckt in Kaluga, sein Vollbruder Hellin geht Springprüfungen und deckt in Pskow. Febo dürfte bisher Emiras’ wichtigster Sohn sein, wie auch Fen stammt er aus einer Stute der Blutführung Fokus/Podarok. Febo war seiner Bedeutung entsprechend im Gestüt Dowator in Belarus aufgestellt und wirkt heute in einem neuen Projekt zur Belebung der Trakehnerzucht in Friedland.

Aus dem anschließenden vierjährigen Deckeinsatz des Emiras bei Dr. Roland Schmitz fielen bei 100% Trächtigkeitsquote zehn Fohlen. Aus dieser Periode ging das bisher beste Emiras-Fohlen aus deutscher Zucht hervor: Der Fuchs Plemeros a.d. Kirower Stute Planeta v. Erot xx. Zusammen mit Emiras’ Tochter Poema a.d. Poetika v. Tarino ging Plemeros 2003 nach Russland, um dort die Familie weiterzuführen.

Weitere 17 Fohlen mit den verschiedensten Bränden fielen aus der folgenden vierjährigen Deckzeit in Bahren bei Familie Grigoleit. Aus diesen doch recht wenigen deutschen Fohlen hat Emiras zehn Kinder bei der FN als Sportpferde registriert. Vier von ihnen hatten – entsprechend ihrem Alter – 2006 Erfolge in Turnierprüfungen und gewannen respektable 699 € im Sport. Keine schlechte Bilanz, zumal es den Anschein macht, als ob Emiras seinen Kindern seinen eigenen Stempel aufdrückt: Geregelte, lockere Bewegungen, Springvermögen, gute Handhabbarkeit und den Willen, für den Reiter zu kämpfen; diese Eigenschaften findet man bei ihnen wieder – und das sind genau die Eigenschaften, die ein Pferd zum Sportpferd machen …

Text und ©: Karin Schweiger
Fotos: Betty Finke, Beate Langels, Dr. Roland Schmitz, Archiv Trakehner Verband
Mit freundlicher Genehmigung von www.trakehnerfreun.de

Emiras

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